„Ein Graswurzeldemokrat mit Leidenschaft für Eisenbahnen und Geschichte“ – Verleihung der Reinhold-Maier-Nadel an Michael Lang

Von
Andreas Lehrfeld

Für sein Engagement auf kommunaler Ebene wurde Michael Lang, Kreisrat des Ostalbkreises, in Schwäbisch Gmünd die Reinhold-Maier-Nadel verliehen.

Am Donnerstag, den 25. April 2024, wurde Michael Lang, Kreisrat des Ostalbkreises, im Leutze-Saal des Congress-Centrums Stadtgarten in Schwäbisch Gmünd die Reinhold-Maier-Nadel verliehen. Die Laudatio hielt Jochen Haußmann MdL, Mitglied des Verwaltungsrates der Reinhold-Maier-Stiftung Baden-Württemberg. Grußworte sprachen Sibylle von Schneider, ehemalige Leiterin der Frauenvollzugsanstalt Gotteszell in Schwäbisch Gmünd, Chris-Robert Berendt, Vorsitzender des FDP-Kreisverbands Ostalb, und Karlheinz Hegele, Vorstand des Gmünder Geschichtsvereins. Die Begrüßung übernahm ebenfalls Jochen Haußmann MdL für die Reinhold-Maier-Stiftung Baden-Württemberg.

Mit der Reinhold-Maier-Nadel zeichnet die Reinhold-Maier-Stiftung Personen aus, die sich als Liberale insbesondere auf kommunaler Ebene engagiert haben und sich im Sinne Reinhold Maiers Verdienste um die „Graswurzeldemokratie“ erworben haben. Michael Lang wurde 1950 in Schwäbisch Gmünd geboren, hat nach dem Abitur und einer Lehre als Bankkaufmann Rechtswissenschaften an der Universität Tübingen studiert. Von 1976 bis 1979 folgte das Referendariat beim Landgericht Tübingen. Ab August 1979 war er als Richter am Landgericht Tübingen, beim Amtsgericht Heidenheim und anschließend bis 1987 als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Ellwangen tätig. Von 1987 bis 1992 war er Richter am Amtsgericht Schwäbisch Gmünd. Im Juli 2001 wurde er dort zum ständigen Vertreter des Direktors ernannt. Ab April 2004 bis zum Eintritt in den Ruhestand 2016 fungierte Michael Lang als Direktor des Amtsgerichts Aalen. Er ist auf vielfältige Weise ehrenamtlich aktiv, unter anderem als Ehrensenator und Vorsitzender des Freundeskreises der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd. Zudem führte er 15 Jahre den Vorsitz des Gmünder Geschichtsvereins. Daneben ist er Aufsichtsratsvorsitzender des Evangelischen Vereins Schwäbisch Gmünd sowie Gründungsmitglied des Lions – Club Limes Ostalb.

Auch durch sein kommunalpolitisches Engagement zeichnet sich Michael Lang aus. Nach dem Eintritt in die Freie Demokratische Partei 1971 war er viele Jahre Ortsvorsitzender in Schwäbisch Gmünd. Von 1999 bis 2019 war er Gemeinderat in Mögglingen. Seit Juni 2004 ist er Mitglied des Kreistages des Ostalbkreises.

Jochen Haußmann MdL, Mitglied des Verwaltungsrates der Reinhold-Maier-Stiftung Baden-Württemberg, würdigte den Preisträger in seiner Laudatio ausgiebig. Für Michael Lang sei der Vater die prägende Figur in seiner persönlichen Entwicklung gewesen, das liberal gesinnte Elternhaus habe ihn von klein auf geprägt. Haußmann hob den Preisträger als freiheitlich denkende Persönlichkeit hervor, die sich durch ein außerordentlich breites ehrenamtliches Engagement auszeichne. Die Eisenbahn-Begeisterung Michael Langs etwa habe die Jugend für Technik begeistern können. Sein Wirken sende eine Botschaft an die Jugend aus, dass sich mehr Engagement und ein Eintreten für liberale Grundüberzeugungen lohne. Von seinen Weggefährten werde er als immer fair, gerecht und hilfsbereit beschrieben. Jochen Haußmann MdL schloss die Laudatio mit der Einschätzung, dass Michael Lang ein „im positiven Sinne streitbarer Liberaler“ sei.

In mehreren Grußworten wurde Michael Lang ebenfalls gewürdigt. Die ehemalige Leiterin der Frauenvollzugsanstalt Gotteszell in Schwäbisch Gmünd, Sibylle von Schneider, verwies auf die Vielseitigkeit des ehrenamtlichen Engagements des Preisträgers, etwa als Gründungsmitglied des Lions Club Limes Ostalb. Michael Lang sei ein „vielseitig interessierter Mensch mit Begeisterung für die Eisenbahn und Geschichte“, den Sie als hilfsbereit und zuverlässig beschrieb und der den Liberalismus im besten Sinne Reinhold Maiers lebe. Chris-Robert Berendt, Vorsitzender des FDP-Kreisverbands Ostalb, äußerte, dass sich der Preisträger „unermüdlich für Freiheit und Demokratie einsetzt“. Michael Lang zeichne sich durch ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsbewusstsein aus und habe Vorbildcharakter. Zuletzt betonte Karlheinz Hegele, Vorstand des Gmünder Geschichtsvereins, dass das liberale Elternhaus den Preisträger bereits früh geprägt habe. Er habe den Gmünder Geschichtsverein in seiner Amtszeit „mit Bravour geführt“. Als Vorbild, so schloss Hegele, „braucht unser Land und unsere Region Menschen wie Dich“.

Michael Lang selbst bedankte sich im Anschluss in seiner Erwiderung bei allen Beteiligten sowie für die Auszeichnung und nannte seinen Vater als besonderes Vorbild. Als Liberaler liege ihm eine tolerante Gesellschaft sehr am Herzen. „Freiheit“, so Lang, „hat meines Erachtens viel mit Toleranz zu tun“.

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Basia Zielinski (Gitarre) und Emilia Büttner (Gitarre).