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Die Reinhold-Maier-Stiftung Baden-Württemberg ist eine öffentlich anerkannte, gemeinnützige Einrichtung der politischen Weiterbildung.

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Reinhold Maier

Reinhold Maier(1889-1971), Rechtsanwalt (Dr. jur.) und Politiker

Maier wuchs in Württemberg auf, besuchte dort Schule und Universität und ließ sich, nach vier Jahren Kriegsdienst, in der Landeshaupstadt 1920 als Rechtsanwalt nieder. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg Anhänger des Linksliberalismus, trat er unmittelbar danach in die DDP ein, deren Stuttgarter Vorsitzender er 1924 wurde. Anfang 1930 übernahm Maier das Amt des württembergischen Wirtschaftsministers, 1932 wurde er in den Reichstag gewählt. Hier mußte er 1933 die Zustimmung der Rest-DDP zum Ermächtigungsgesetz begründen, was aber nicht verhinderte, daß Maier gleichzeitig sein Ministeramt verlor und später wegen seiner jüdischen Ehefrau Repressionen erleiden mußte.

» Reinhold Maier in der Wikipedia wikipedia

1945 setzten ihn die Amerikaner als Ministerpräsidenten des Landes Nordwürttemberg-Nordbaden ein, das er auch nach der ersten Landtagswahl 1946 als Spitzenkandidat der FDP, die er zusammen mit Theodor Heuss und Wolfgang Haußmann für Württemberg gegründet hatte, verteidigen konnte. Sein politisches Hauptziel war die Bildung des neuen Südweststaates, was Maier 1952 auch erreichte. Dabei bildete er als Ministerpräsident von Baden-Württemberg zum ersten Mal auf Länderebene eine durchaus erfolgreiche sozialliberale Koalition, mußte diese aber auch auf Druck der Bundes-FDP 1953 wieder aufgeben und als Landesoberhaupt zurücktreten.

Reinhold Maier am 5.12.1951, im Landtag von Württemberg-Baden (mp3) (Ausschnitt aus: 3 Ländle 1 Musterland, SWR 2002)

Ein politisches Comeback gelang Maier 1957, als ihn der Bundesparteitag zum FDP-Vorsitzenden wählte, um die Partei nach den Turbulenzen unter Thomas Dehler, wieder in ruhigeres Fahrwasser zu führen. Maiers Politik zielte dabei vor allem auf eine Erneuerung der CDU-FDP-Koalition in Bonn und legte so den Grundstein für den Wahlsieg und die Regierungsbildung unter seinem seit 1960 amtierenden Nachfolger Erich Mende im Jahre 1961. Maier ist das Paradebeispiel für einen stark regional verankerten liberalen Politiker, von dessen politischem Prestige vor allem sein Landesverband, der bis 1968 fast immer Wahlergebnisse von gut 15 % erreichte, zehren konnte. Die Benennung der liberalen Landesstiftung in Baden-Württemberg nach Maier war da nur folgerichtig. Die Bundes-FDP würdigte ihn 1960 mit dem Ehrenvorsitz.