Lobbyismus und Politik - zwischen Mythos und Wirklichkeit
| 29. April 2008 | ||
| 19:00 | bis | 21:00 |
Lobbyismus und Politik - zwischen Mythos und Wirklichkeit
Reihe Medienpolitische Diskurse
„Fünfte Gewalt“, „Schattenpolitik“, „Strippenzieher“…
Der Lobbyismus ist in jüngster Zeit wieder verstärkt in die Kritik geraten. Kritische Publikationen aus politikwissenschaftlicher und journalistischer Feder behaupten: Die Macht der Unternehmen wächst, die Politik hat (meist) das Nachsehen! Für eine Mehrheit der Bevölkerung scheint ohnehin klar: Die Industrie bestimmt heute, wo es politisch langgeht, längst nicht mehr die gewählten Volksvertreter.
Zweifellos - Lobbyismus hat in der Öffentlichkeit ein schlechtes Image.
Woran liegt das? Am mangelnden Wissen über die Akteure? An der Tatsache, dass Interessenvertretung meist ein diskretes Unterfangen ist, ein Geschäft im Verborgenen, abseits der Öffentlichkeit? Haben die Kritiker Recht, die einen immer größeren Einfluss der Wirtschaft auf die Politik konstatieren?
Zunächst ist festzuhalten: Lobbyismus ist etwas absolut Legitimes und nichts Verwerfliches. Er kann allgemein als der Versuch von Interessengruppen beschrieben werden, ihre Anliegen bei politischen Entscheidungen einzubringen und durchzusetzen. So verstanden, ist er – als organisierte Interessenwahrnehmung – ein wesentlicher Bestandteil der repräsentativen Demokratie und ein Garant für ihre Funktionsfähigkeit.
Wo Transparenz aber fehlt, blühen - nahezu zwangsläufig - geheimnisumwitterte Vorstellungen, Verschwörungstheorien und Mythen über große und kleine Vergünstigungen, intime Verbindungen zwischen Wirtschaft und Politik bis hin zur Korruption.
Der Hauptstadtrepräsentant eines führenden deutschen Energieunternehmens gibt Auskunft über seine Arbeit, die vielfältigen Aspekte der Unternehmenskommunikation und das große Spektrum moderner Public Affairs.
Dienstag, 29. April 2008
19.00 Uhr
Haus der Wirtschaft
Studio B
Willi-Bleicher-Straße 19
70174 Stuttgart